GRAZCAST präsentiert:
Daniel Oberkofler
- Graz 99ers

"Das wichtigste ist, dass man nie den Spaß verliert und einfach immer dranbleibt."

Verfasst von Dominik Haintz

Daniel Oberkofler ist Eishockeyspieler und Kapitän der Moser Medical Graz 99ers. Der gebürtige Grazer ist in der Jugend der Graz 99ers groß geworden, wechselte im Jahr 2006 aber zum EHC Linz, wo er den Sprung in die höchste österreichische Spielklasse schaffte und 2012 sogar den österreichischen Meistertitel errang. Nach mehr als 10 Jahren in Linz wechselte der heute 32-Jährige zurück in seine Heimatstadt zu den Graz 99ers, wo er seit 2017 unter Vertrag steht. Der Eishockey-Crack gilt mit über 800 Spielen in der österreichischen ICE Hockey League als einer der erfahrensten Spieler im Kader und bereichert mit seiner Dynamik den Sturm der Graz 99ers.

Im zwar völlig leeren aber dennoch imposanten Merkur Eisstadion in Liebenau machte uns Daniel Oberkofler gleich zu Beginn unseres Gesprächs klar, dass es für ihn eine große Ehre sei, seinen Heimatverein in seiner Heimatstadt Graz als Kapitän aufs Eis führen zu dürfen. Auf unsere typische Frage nach der persönlichen Sichtweise des bisherigen Werdegangs, entgegnete der Kapitän mit einer dankbaren Haltung. Er sei seinen Eltern dankbar, denn diese waren es, die ihn in seinem sportlichen Heranwachsen unterstützt hätten. Es beginne schon bei Sachen, wie der Fahrt zum Training oder dem Sponsern der Ausrüstung, die – wie er betont – nicht billig sei. Er kam bereits mit 17 Jahren in die erste Mannschaft von Graz, bis er mit 18 Jahren nach Linz zog und dort den Beginn seiner sehr erfolgreichen Zeit einläutete. Von einem „super Verein“ mit „super Fans“ spricht Daniel Oberkofler rückblickend, doch trotzdem kam die Zeit, als der Wunsch wieder zurück in die Heimat, zu Freundin und Familie, größer wurde. Seit vier Jahren sei er nun wieder in Graz und könne sich etwas anderes zur Zeit gar nicht vorstellen. Zum ersten Mal Eishockey spielte er mit drei Jahren mit seinem Vater, mit vier Jahren begann er im Verein zu spielen.

Auf meine Frage hin, was er jungen Personen raten würde, die ebenfalls eine Profi-Karriere anstreben, würde er vor allem eines raten: Spaß haben. Selbst wenn es anstrengend bei ihm wurde, ließ er sich diesen nicht nehmen. Gemeinschaft und Zusammenhalt waren ebenso Begriffe, die der 32-Jährige betont erwähnte. Man finde Freundschaften fürs Leben. Auf Tobias‘ Frage hin, wann ihm klar wurde, dass aus seiner Leidenschaft einmal eine Profilaufbahn werden würde, musste er uns erst mit ein paar Überlegungen entgegnen. Grund hierfür war wohl eine extrem schwere Verletzung mit 16 Jahren – ein besonders ungünstiger Zeitpunkt, wie er klarstellte. Er hätte fast sein Bein verloren und somit drohte ein Einstieg in die Profilaufbahn zu kippen. Glücklicherweise erfolgte eine gute Genesung und er konnte sich wieder in eine fitte Verfassung bringen. Eine unserer folgenden Fragen, die Tobias dem Profi stellte, war, wie es denn gelinge nach einer Verletzungspause wieder in den Rhythmus zu finden. Ein Ziel vor Augen zu haben, positiv zu bleiben und mentale Stärke aufzubringen seien wesentlich. Sich auf eine positive Zukunft zu fokussieren, dürfte hier wohl entscheidend sein.

Mit besonderem Stolz blickt der Profi-Eishockeyspieler auf die Teilnahme bei den olympischen Spielen, die Teilnahme an Weltmeisterschaften und natürlich den Meister-Titel, den er sich mit seiner Mannschaft in Linz erkämpft hatte, zurück. Den Titel mit Linz betrachtet Daniel Oberkofler vor allem auch deshalb mit großem Stolz, da es in der Vergangenheit selten dazu kam, dass eine Mannschaft, die nicht gerade aus Klagenfurt, Bozen oder Salzburg kam, Meister wurde.

Dass in Zeiten der Pandemie kein Live-Publikum den 99ers zur Seite stand, ist für Daniel Oberkofler „[…] alles, nur nicht lustig“. Man lebe von den Fans und er hoffe, dass er mit seiner Mannschaft bald wieder vor vollen Rängen spielen kann.

Bei einer unserer letzten Fragen wollten wir vom amtierenden Kapitän etwas wissen, was wohl bei vielen (noch) erfolgreichen Profi-Sportlern eine essenzielle Zukunftsfrage darstellt. Ich fragte ihn, was denn nach seiner Eishockey-Karriere anstehe. Er erzählte uns, dass für ihn im Sommer eine Ausbildung im Bereich Web- und Social Media-Marketing Management auf dem Programm stehe. Dieser Bereich gefalle ihm, jedoch – wer weiß – vielleicht gäbe es auch eine berufliche Option, um beim Eishockey zu bleiben. Er möchte sich noch nicht festlegen und hoffe noch ein paar Jahre spielen zu können.

Den Kontakt zu Daniel Oberkofler stellt man am besten her, indem man ihn auf Facebook oder auf Instagram anschreibt oder ihn einfach in der Stadt anspricht. Er habe „immer Zeit für a klan‘s Tratscherl“.

"Nur wenn wir Unterschiede sehen, können wir Gemeinsamkeiten erkennen."
- Dominik & Tobias von GRAZCAST

Wer steckt hinter GRAZCAST?

Zwei junge und neugierige Grazer, die einfach mit Persönlichkeiten der Stadt plaudern möchten und sich dabei aufnehmen. 

Dominik Haintz

Tobias Turk

"Wir möchten Austausch fördern, Kommunikation stärken & Gemeinschaft schaffen."
- Dominik und Tobias von GRAZCAST

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